Paul KleePaul Klee (18791940) hat eine einzigartige, uert beliebte Werkgruppe geschaffen: Hhere Wesen stehen darin nicht nur fr Spiritualitt, sondern auch fr Skepsis und Zweifel gegenber Religion und Glaubensfragen. Das ist der Grund ihrer Popularitt: Klees Engel sind dem menschlichen Dasein verhaftet, mit Schwchen und Schnheitsfehlern, vergesslich und hsslich, sorgenvoll oder verspielt bisweilen teuflisch. Fr den Knstler schlieen Gut und Bse einander nicht
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Paul Klee (1879–1940) hat eine einzigartige, äußert beliebte Werkgruppe geschaffen: Höhere Wesen stehen darin nicht nur für Spiritualität, sondern auch für Skepsis und Zweifel gegenüber Religion und Glaubensfragen. Das ist der Grund ihrer Popularität: Klees Engel sind dem menschlichen Dasein verhaftet, mit Schwächen und Schönheitsfehlern, vergesslich und hässlich, sorgenvoll oder verspielt – bisweilen teuflisch. Für den Künstler schließen Gut und Böse einander nicht aus, sondern ergänzen sich schöpferisch. Rund 80 Engelsdarstellungen, die vorwiegend in Klees letzten Lebensjahren entstanden, spiegeln sowohl die Angst vor dem Tod und das körperliche Gebrechen des unheilbar Erkrankten wider als auch dessen altersweisen Witz und Humor, seine Heiterkeit und Gelassenheit. Neben biografischen Referenzen und ikonografischen Sentenzen beleuchtet die Publikation einzelne Arbeiten wie das Werk Angelus Novus, das Walter Benjamin zur legendären Denkfigur des »Engels der Geschichte« inspirierte. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-3419-6)
Ausstellung: Zentrum Paul Klee, Bern 26.10.2012–20.1.2013 | Museum Folkwang, Essen 1.2.–14.4.2013 | Hamburger Kunsthalle 26.4.–7.7.2013